bild1
Herzlich Willkommen beim

Jagdverein Hubertus Kreis Eschwege e.V.

im Landesjagdverband Hessen e.V. des DJV

  

Pressemitteilung

 

Staupe bei Wildtieren gefährdet die Gesundheit von Haushunden

Im Werra-Meißner-Kreis ist in der letzter Zeit in mehreren Fällen die für hundeartige Raubtiere tödlich verlaufende Viruserkrankung Staupe bei Füchsen festgestellt worden. Da das Staupevirus neben dem Magen-Darm-Trakt und den Atemwegen der betroffenen Tiere auch das Zentralnervensystem (Gehirn) befallen kann, werden die erkrankten Wildtiere häufig verhaltensauffällig, verlieren ihre natürliche Scheu vor dem Menschen und tauchen nicht selten auch in Dörfern und Städten auf. Dies führt dann leicht zu dem Verdacht, dass es sich um ein an Tollwut erkranktes Tier handeln könnte. Während es sich bei der Tollwut aber um eine auch auf den Mensch übertragbare und nach Krankheitsausbruch bei fehlendem Impfschutz fast immer tödlich verlaufende Erkrankung handelt, ist das Staupevirus für Menschen ungefährlich.

„Deutschland und damit auch der Werra-Meißner-Kreis sind derzeit tollwutfrei“, erklärte Dr. Eckhardt Schinkel, Leiter des Fachdienstes Veterinärwesen beim Werra-Meißner-Kreis. „Die Staupe tritt aber bei Wildtieren, besonders Füchsen, seit einiger Zeit häufiger auf. Aber auch bei Mardern und Waschbären wurde das Virus bereits in mehreren Fällen nachgewiesen.“

„Die Populationen der kleinen Raubtiere wie Füchse, Marder und Waschbären haben in den letzten Jahren ständig zugenommen“, sagte Rainer Stelzner, der Vorsitzende des Jagdvereins Hubertus Kreis Eschwege e.V. „Diese Tiere besiedeln unseren Kreis flächendeckend und kommen regelmäßig auch in Dörfern und Städten vor. Wegen der Gefahr der Übertragung von Wildkrankheiten, aber auch um das entstandene Ungleichgewicht in der Natur zu korrigieren, bemühen sich die Jäger durch Bejagung die Populationsdichte abzusenken.“

Die Staupe stellt dabei eine besondere Gefahr für die Haushunde dar. Die vom Staupevirus befallenen Hunde überleben die Krankheit nur selten, und dann oft nur mit schweren Folgeschäden.

„Für die Gesundheit der Haushunde und um Infektionsketten und Epidemien erst gar nicht entstehen zu lassen, ist es von großer Bedeutung, dass alle Haushunde regelmäßig gegen Staupe geimpft werden“, betonte Dr. Schinkel. „Neben der Grundimmunisierung im Welpenalter sind ein ganzes Hundeleben lang regelmäßige Auffrischungsimpfungen erforderlich. Nur so kann der Hund zuverlässig vor einer tödlichen Staupeinfektion geschützt werden.“

Dr. Jörg Brauneis; Schriftführer; Jagdverein Hubertus Kreis Eschwege e.V.

 


Rückkehr der

Wilden Kätzchen

 

GreenTec Awards 2015: WWF

 Sonderpreis für „Wildkatzenland

 an Werra und Meißner“

 

Berlin, 05.02.2015 – Der WWF Sonderpreis im Rahmen der GreenTec Awards 2015 geht in diesem Jahr an ein Wildkatzenprojekt in Nordhessen. Das teilten die GreenTec Awards und die Umweltschutzorganisation WWF nach Abschluss des Online-Votings mit. Die User hatten die Möglichkeit, unter zehn Naturschutzprojekten aus ganz Deutschland ihren Favoriten zu wählen. Das Gewinnerprojekt wird im Rahmen der GreenTec Awards-Gala am 29. Mai 2015 im Berliner Tempodrom ausgezeichnet. Das herausragende Wildkatzen-Projekt im Werra-Meißner-Kreis hat zum Ziel, das Vorkommen der seltenen Tiere im Herzen Deutschlands zu schützen.

   "Katzen zählen zu den beliebtesten Haustieren Deutschlands. Umso wichtiger ist es, dass auch ihre wilden Verwandten hierzulande wieder eine Heimat haben. Das Gewinnerprojekt unterstützt in vorbildlicher Weise die Rückkehr der Wildkatze und trägt dazu bei, die Erfolgsgeschichte dieser langjährigen Naturschutzarbeit fortzuschreiben“, sagt Marco Vollmar, Mitglied der Geschäftsleitung beim WWF Deutschland.


Marco Voigt, Initiator der GreenTec Awards, fügt hinzu: „Als Besitzer von zwei Hunden liegt mir der WWF Sonderpreis, den wir in diesem Jahr erneut als unseren Publikumspreis vergeben, besonders am Herzen. Mit der Verleihung an das Wildkatzenprojekt leisten wir gerne einen Beitrag, um mehr Aufmerksamkeit für den Schutz heimischer Wildtiere zu schaffen.“


Neben klassischem Lebensraumschutz, wie etwa der Schaffung von Streuobst- und Waldwiesen, gibt es auch eine enge Zusammenarbeit mit Waldbesitzern, um eine wildkatzenfreundliche Waldwirtschaft mit sogenannter aktiver Waldrandgestaltung oder dem Verzicht auf Holzeinschlag in der Zeit der Jungenaufzucht zu erreichen. Außerdem ist mittelfristig der Aufbau eines flächendeckenden Monitoring- und Meldesystems zur Sammlung und Auswertung der Wildkatzenbeobachtungen von Jägern und Naturfreunden in der Region geplant. Nur so könne die Bestandsentwicklung der Wildkatze kontinuierlich beobachtet und Gefahren wie etwa Staupe oder Parasitenbefall rechtzeitig erkannt werden.

 Auch die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für den Schutz der Wildkatze und ihres Lebensraums mit Vorträgen und Naturerlebniswanderungen ist Bestandteil des Projektes. Damit soll ein Bewusstsein geschaffen werden, dass die Wildkatze zu den natürlichen Reichtümern Nordhessens gehört. Neben wildernden Hunden stellt der Mensch die größte Gefahr für Wildkatzen dar, wobei die meisten Tiere auf Straßen überfahren werden. Auch der Einsatz von forstlichen

 

Großmaschinen zur Setz- und Aufzuchtzeit kann den Katzen gefährlich werden. Daneben bedrohen Lebensraumzerstörung und -zerstückelung sowie Infektionskrankheiten die Population.

 Träger des innovativen Naturschutzprojektes „Wildkatzenland an Werra und Meißner“ ist der Jagdverein Hubertus Kreis Eschwege e.V., der sich seit Jahren für den Wildkatzenschutz in der Region einsetzt und durch die eigenständige Umsetzung von verschiedenen Maßnahmen zur Lebensraumschaffung und -erhaltung Jagd mit aktivem Naturschutz verbindet. Der Verein wurde daher bereits mit einem Umweltpreis des Werra-Meißner-Kreises ausgezeichnet.

 Hintergrund

Die GreenTec Awards sind Europas größter Umwelt- und Wirtschaftspreis und werden einmal jährlich für Umweltengagement und grüne Umwelttechnologien verliehen. Die nächste Preisverleihung findet am 29. Mai 2015 in Berlin statt. Die GreenTec Awards werden veranstaltet, um ökologisches und ökonomisches Engagement sowie Technologiebegeisterung zu fördern. Die Initiatoren und Veranstalter Marco Voigt und Sven Krüger setzen sich als Ingenieure mit viel Enthusiasmus für dieses Ziel ein. www.greentec-awards.com

 Der WWF Deutschland ist Teil der internationalen Natur- und Umweltschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF). Der WWF will die weltweite Zerstörung der Natur und Umwelt stoppen, die Biodiversität bewahren, Lebensräume schützen und eine Zukunft gestalten, in der Mensch und Natur in Einklang miteinander leben. In Deutschland wird er von über 458.000 Förderern unterstützt. Rund um den Globus werden aktuell über 1.200 Projekte zur Bewahrung der biologischen Vielfalt durchgeführt. Die Stiftung Warentest zählt den WWF zur Spitzengruppe bei Transparenz, Organisation und Effizienz im Bereich der Tier- und Umweltschutzorganisationen. www.wwf.de

Pressekontakt

 Christine A. Lebert, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit GreenTec Awards, Tel.: 030-2408 782 20; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 Roland Gramling, Pressestelle WWF Deutschland, Tel.: 030-311 777 425, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

JungeWildkatzenSchlierbachswald4

Quelle: www.gutmarienhof.de