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Schießstandordnung

Schießstandbenutzungsordnung für die vereinseigenen
Schießanlagen „Im Schelmengraben“, Wanfried


Die Schießanlagen des JAGDVEREINS HUBERTUS KREIS ESCHWEGE e.V. in Wanfried
dienen ausschließlich dem jagdlichen Übungsschießen gemäß DJV-Schießvorschrift.
Beim Kreismeisterschaftsschießen treten die Vereinsmitglieder in folgenden Gruppen an:
a. Jungjäger (1. bis 3. Jahresjagdschein)
b. Mitglieder der Schießgruppe
c. alle übrigen Vereinsmitglieder
d. Senioren gemäß DJV-Schießvorschrift.


§ 1

Übungsschießen


Sie dienen dazu, dem Jäger die Fertigkeiten im Umgang mit der Waffe zu vervollkommnen,
die Schießfertigkeit zu überprüfen und zu steigern.
Leistungsschießen
Beim Leistungsschießen sollen die erworbenen Fähigkeiten im jagdlichen Schießen bewiesen
werden. Ziel des Leistungsschießens ist der Erwerb der DJV-Schießnadel.


§ 2

Die Verwaltung der Schießanlage untersteht einer Kommission, die sich aus folgenden
Mitgliedern zusammensetzt:

1. der Schriftführer

2. der Kassenwart

3. der Schießwart

4. ein Hegeringleiter, der vom erweiterten Vorstand zu benennen ist

5. der Vorsitzende des Jagdvereins.


§ 3

Die Kommission hat die Aufgabe, die Schießstandbenutzung zu überwachen und die von ihr
zur Deckung der allgemeinen Unkosten vorgeschlagenen Benutzungsgebühren festzusetzen
und einziehen zu lassen. Im Frühjahr jeden Jahres wird von den Mitgliedern der Kommission
eine Sitzung und Ortsbegehung auf dem Gelände des Schießstandes durchgeführt. Hierzu lädt der Schriftführer ein.
Bei dieser Gelegenheit wird unter anderem festgelegt, welche Erneuerungen, Reparaturen und Pflegemaßnahmen im Laufe des Jahres durchzuführen sind. Für die Durchführung der
festgelegten Arbeiten ist der 1. und 2. Schießwart gegenüber dem Vereinsvorstand
verantwortlich. Hilfspersonen für diese Arbeiten können vom Schießwart benannt werden,
außerdem sind die Mitglieder der Schießgruppe entsprechend der Satzung der Schießgruppe zur Mitarbeit verpflichtet.


§ 4

Jedes Mitglied des JAGDVEREINS HUBERTUS KREIS ESCHWEGE e.V. hat das Recht
zur kostenlosen Benutzung des Schießstandes. Nichtmitglieder entrichten vor Aufnahme des
Schießens eine Tagesgebühr, die die anwesende Standaufsicht entgegennimmt und an den
Kassenwart des Vereins weiterleitet. Die Höhe der Tagesgebühr wird vom Vereinsvorstand
festgesetzt.


§ 5

Schießwart


Der 1. Schießwart wird vom Vereinsvorstand vorgeschlagen und vom erweiterten Vorstand in
diese Funktion gewählt. Die Wahl des 2. Schießwartes (Stellvertreter) wird in gleicher Weise
durchgeführt. Die Abberufung der Schießwarte erfolgt auf Wunsch der Schießwarte oder
durch Beschluss des erweiterten Vorstandes.
Dem Schießwart unterliegt die Beaufsichtigung, die technische und pflegerische Betreuung
des Schießstandes und die Planung und Leitung des Schießbetriebes. Der Schießwart ist in
allen übertragenen Aufgaben dem Vereinsvorstand direkt verantwortlich. Art und Umfang der
Bau- und Pflegemaßnahmen werden von der Schießstandkommission festgelegt und vom
Schießwart durchgeführt (siehe auch § 3, Absatz 2).


§ 6

Standaufsichtspersonen


Standaufsichtspersonen werden vom Vereinsvorstand benannt und bei der zuständigen
Behörde in dieser Funktion gemeldet. Sie sind berechtigt und verpflichtet, die
Schießstandbenutzungsordnung während des Schießbetriebes einzuhalten und gegenüber
jedem Schützen uneingeschränkt anzuwenden. Für einen ordnungsgemäßen und den
Sicherheitsvorschriften entsprechenden Schießbetrieb sind folgende Punkte festgelegt:

1. Ohne die Anwesenheit einer bei der zuständigen Behörde gemeldeten
Standaufsichtsperson darf in keinem Falle der Schießbetrieb
aufgenommen werden. Darüber hinaus müssen bei jedem Schießen
mindestens 2 Personen anwesend sein.

2. Jede Standaufsichtsperson hat Schlüsselgewalt. Diese darf nur von
Standaufsichtspersonen angewandt werden und ist nicht übertragbar.

3. Der Name der verantwortlichen Standaufsichtsperson muss auf dem dafür
vorgesehenen Aushang im Vorraum des Kugelstandes und am Wirtschaftsgebäude
des Wurftaubenstandes schriftlich bekannt gemacht werden.

4. Jede Standaufsichtsperson muss während der Nutzung des Schießstandes das ihm
ausgehändigte Namensschild sichtbar tragen.

5. Die Standaufsichtsperson hat das Recht und die Pflicht, Personen, die
seinen Anweisungen nicht uneingeschränkt Folge leisten, vom Schießbetrieb
auszuschließen.

6. Es wird vorausgesetzt, dass jedem Nutzer des Schießstandes die Schießstandordnung
des DJV bekannt ist. Jeder Nutzer ist verpflichtet, durch Anerkennung dieser Ordnung
zur Unfallverhütung beizutragen.

7. Jeder Nutzer des Schießstandes haftet grundsätzlich selbst für verursachte Schäden
aller Art ( Personen-, Sach- und Vermögensschäden ).

8. Bei Anwesenheit von mindestens 2 Standaufsichtspersonen kann sowohl auf dem
Kugelstand als auch auf dem Wurftaubenstand gleichzeitig geschossen werden. Bei
Anwesenheit von nur 1 Standaufsichtsperson kann grundsätzlich nur auf dem Kugeloder
Wurftaubenstand geschossen werden. Ausnahmsweise kann von der
Standaufsichtsperson eine weitere Person, die Vereinsmitglied sein muss, als Aushilfe
benannt werden, damit auf Kugel- und Wurftaubenstand gleichzeitig geschossen
werden kann. Diese Person muss allen anwesenden Schützen als stellvertretende
Standaufsicht bekannt gegeben werden.

9. Die Standaufsichtsperson und jeder Schütze muss sich vor dem Schießen in das auf
dem Kugelstand ausliegende Kontrollbuch in leserlicher Form eintragen und
unterschreiben.

10. Flintenlaufgeschosse dürfen nur in direkter Anwesenheit der Standaufsichtsperson und
nur auf dem Kipphasenstand verwendet werden. Die Verwendung von
Flintenlaufgeschossen soll nur der Feststellung der Treffpunktlage von Schrotläufen
dienen.

11. Faustfeuerwaffen dürfen auf dem Schießstand keinesfalls verwendet werden.

12. Jede Störung der technischen Anlagen bzw. Unregelmäßigkeit im regulären
Schießbetrieb ist unverzüglich der Standaufsichtsperson zu melden. Diese entscheidet
eigenverantwortlich über das weitere Vorgehen.

13. Kann die Standaufsichtsperson eine Störung oder einen Schaden nicht direkt
sachgerecht und vollständig beheben, so ist der 1. Schießwartunverzüglich davon in
Kenntnis zu setzen.

14. Der 1. Schießwart erstellt in jedem Frühjahr einen Schießkalender, der mit der
Einladung zur Jahreshauptversammlung an die Vereinsmitglieder verschickt wird.
Wenn Schützen oder Schützengruppen weitere Termine wünschen, dann muss dies
beim 1. Schießwart angemeldet werden. Dieser entscheidet über die Terminvergabe
und sorgt für eine Standaufsichtsperson.

15. Das kurze Kontroll- oder Einschießen einer Waffe durch Einzelpersonen während
eines im Schießkalender ausgewiesenen Termins ist grundsätzlich möglich, darf aber
den Schießbetrieb der gemeldeten Gruppe nicht behindern. In jedem Falle hat das
gemeldete Schießen Vorrang.

16. Die Standaufsichtsperson ist verpflichtet, den Schießstand nach Beendigung des
Betriebs ordnungsgemäß zu verlassen. Hierbei ist auch die sachgerechte Versorgung
des Mülls und die Sauberkeit auf dem Schießstand zu berücksichtigen. Alle am
Schießen teilnehmenden Personen können zu diesen Ordnungsarbeiten herangezogen
werden. Unregelmäßigkeiten des Vorgängers müssen unverzüglich dem 1. Schießwart
gemeldet werden.


§ 7

Jungjägerausbildung


Die Benutzung des Schießstandes für Jungjägeranwärter ist nur im Rahmen eines vom
Jagdverein ausgerichteten Ausbildungslehrganges möglich. Die Termine für die
Übungsschießen werden vom Ausbildungsleiter mit dem 1. Schießwart abgestimmt. Auch bei
Übungsschießen muss eine Standaufsichtsperson anwesend sein, wenn der Ausbilder nicht
selbst als Standaufsichtsperson behördlich gemeldet ist.
Jungjägeranwärter, die nicht Mitglied im Verein sind, bezahlen pro Übungstag eine
Nutzungsgebühr entsprechend der Gebührenordnung des Vereins.
Die vorstehende Schießstandnutzungsordnung ist am 25.04.2003 von der Hauptversammlung beschlossen worden und tritt mit der Vereinssatzung am 25.04.2003 in Kraft. Gleichzeitig treten die Bestimmungen im Anhang an die Satzung vom 04.04.1992 außer Kraft.